Die Falltür

Ein Theaterstück auf dem Weg in den eigenen Keller
Abendtheatertext | Uraufführung 2003, San Miguel (Mexiko) | Besetzung: Drei Spielerinnen, fünf Spieler | ca. 70 Minuten
ISBN 978-3-945628-62-1
24,00 EUR
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Wann immer der Mensch sich auf unbekannte Pfade begibt, benötigt er eine Landkarte zur Orientierung. So ist auch, um den Weg zu sich selbst beschreiten zu können, eine Landkarte nötig. Diese „Landkarte des Unbewussten“ hilft dem Menschen, Falltür um Falltür hinabzusteigen in den eigenen Keller. Dort erwarten ihn zwölf Figuren, die versuchen werden, den Menschen zu verführen, ihn vom Weg abzubringen: Die ersten sechs Figuren sind die Kellerkinder Tranfunzel, Fetzer, Lästermaul, Großkotz, Flittchen und Geizhals. Das siebte Kellerkind, der Binnix, ist der Einstieg in einen Keller unter dem Keller, den sogenannten Erzkeller, und er schafft eine Verbindung zu den drei Erzkellerkindern, die die kriminelle Welt beschreiben: Lady Porn, Lord of Drugs und Master of War. Die nächste Falltür führt in die Welt der Schwarzmagie: Satan und Lilith. Die letzte, weitaus gefährlichste Figur ist der Gegenspieler. Er ist eine Figur, die will, dass nichts geschieht. Er verführt den Menschen täglich in seine Illusionsbedürfnisse, fernab aller Wirklichkeit.

Das Stück beginnt so:
Karl Mensch ist an einem Punkt in seinem Leben, wo es nicht mehr weitergeht. Da tritt eine Gestalt auf ihn zu, die ihn durch seinen Keller führt. Mit einiger Mühe gelingt es Karl Mensch, die Kellerkinder und die Erzkellerkinder zu überwinden. Schon bei Satan und Lilith wird es schwierig, denn er gerät in einen Rausch eigener Machtphantasien. Mit letzter Kraft kommt er in den letzten Keller, wo ihm der Gegenspieler begegnet. Doch der Gegenspieler ist gut getarnt in Form einer lustigen Gesellschaft unter Nachbarn. So bemerkt Karl Mensch nicht, dass er in die Fänge des Gegenspielers geraten ist. Er scheint verloren – nun kann ihm nur noch ein Freund helfen. So geht Karl Mensch ins Publikum und bittet um Hilfe. Denn wenn ein einziger Zuschauer auf die Bühne kommt und also handelt, ist Karl Menschs Leben gerettet.

Veröffentlicht in Abendtheaterstücke, Kellerkinder®, Theatertexte